Finanzierungsfehler: Ungenaue Bedarfsklärung und falsche Finanzierungsplanung

In der Artikelserie "Die sieben häufigsten Finanzierungsfehler" erfahren Sie, welche Fehler Sie bei einer Immobilienfinanzierung vermeiden sollten.

Finanzierungsfehler Nr. 1: Ungenaue Bedarfsklärung und falsche Finanzierungsplanung.

Bei Immobilienfinanzierungen geht es immer um sehr viel Geld. Eine ungenaue Bedarfsklärung oder eine falsche Finanzierungsplanung kann zu hohen Kosten und schwerwiegenden Problemen führen. Häufig gehen Immobilienkäufer unvorbereitet in ein Finanzierungsgespräch. Es besteht keine genauen Vorstellungen darüber, welche Gesamtkosten anfallen und ob die finanziellen Möglichkeiten überhaupt ausreichen, um das geplante Finanzierungsvorhaben solide und nachhaltig umzusetzen.

Eine genaue Bedarfsklärung ist Pflicht

Eine genaue Bedarfsklärung im Vorfeld und eine systematische Finanzierungsplanung sind extrem wichtig. Denn ein Immobilienerwerb und die dazugehörige Finanzierungsentscheidung werden langfristig Auswirkungen auf ihr Leben haben und falsche Kreditentscheidung lassen sich im Nachgang nur schwer beheben. Eine genaue Bedarfsklärung ist die Voraussetzung, um eine sichere und solide Finanzierung zu planen.

Verschaffen Sie sich im ersten Schritt Klarheit über Ihr Finanzierungsvorhaben. Ermitteln Sie detailliert die Gesamtkosten, das verfügbare Eigenkapital, die monatliche finanzielle Belastbarkeit und den tatsächlichen Finanzierungsbedarf. Vergessen Sie zudem nicht einen vernünftigen Sicherheitspuffer für das bevorstehende Finanzierungsvorhaben einzuplanen. Wenn die wichtigsten Finanzierungspunkte geklärt sind, kann mit der Finanzierungsplanung gestartet werden.

Die Finanzierungsplanung

Eine Finanzierungsplanung soll möglichst genau die Bedürfnisse des Kreditnehmers berücksichtigen. Es geht darum, dass der Aufbau der Finanzierung alle für den Kreditnehmer wichtigen Punkte (z.B. Kreditlaufzeit, Rückzahlungsplanung, Sondertilgungswünsche, Kreditrate, Flexibilität, bereitstellungszinsfreie Zeiten etc.) beinhaltet. Wenn die Kreditbausteine, die Rahmenbedingungen und der Finanzierung möglichst alle Bedürfnisse abdeckt, liegt eine solide und gute Finanzierungsplanung vor.

Checkliste "Bedarfsklärung und falsche Finanzierungsplanung"

Damit die Traumimmobilie nicht zum Albtraum wird, sollten Sie bei der Bedarfsermittlung und Finanzierungsplanung folgende Punkte abklären:

  • Ermittlung der Gesamtkosten beim Objektkauf oder Hausbau.
  • Die Höhe der Kaufnebenkosten (Kauf-/Finanzierungskosten).
  • Klärung des frei verfügbaren Eigenkapitals.
  • Tatsächlicher Finanzierungsbedarf.
  • Ermittlung der monatlich finanziellen Belastbarkeit und Wunschkreditrate.
  • Klärung der Rahmenbedingungen der Wunschfinanzierung.
  • Festlegung einer klaren Finanzierungsstrategie.

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