Wohneigentum statt Miete

Mietzahlungen führen Monat für Monat zu einem Vermögensverlust und stehen Ihnen für Ihren persönlichen Vermögensaufbau (zum Beispiel für eine Immobilie oder für die Altersvorsorge) oder zum Konsum nicht mehr zur Verfügung.

Sind Sie über Jahrzehnte Mieter, überweisen Sie erhebliche Summen an Ihren Vermieter. Bei einer Anfangsmiete von 600 Euro pro Monat und einer jährlichen Mietsteigerung von 2 % p.a. ergeben sich folgende Mietzahlungen an den Vermieter:

  • Mietzahlungen in 10 Jahren: ca. 78.900 Euro
  • Mietzahlungen in 20 Jahren: ca. 175.000 Euro
  • Mietzahlungen in 30 Jahren: ca. 292.000  Euro

Bei einer jährlichen Mietsteigerung von 3 % sind es in 30 Jahren ca. 342.000 Euro an Mietbelastungen.

Das Geld ist weg!

Dabei könnten sich viele Bundesbürger den Traum von den eigenen vier Wänden durchaus leisten. Doch leider kennen die meisten Mieter Ihre finanziellen Möglichkeiten und Optionen nicht. Es fehlt häufig am notwendigen Wissen und an einer konkreten und nachhaltigen Finanzplanung.

Video: Warum Wohneigentum günstiger als Miete ist!

Warum nicht die Miete in die eigenen Tasche zahlen?

Haben auch Sie sich diese Frage bereits gestellt? In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen, warum viele gute Gründe für den Erwerb von Wohneigentum sprechen.

Was erwartet Sie in diesem Abschnitt?

  • Sie erfahren, was für und was gegen Wohneigentum spricht.
  • Sie lernen Ihre finanziellen Möglichkeiten und Ihren Spielraum für einen Immobilienerwerb besser kennen.
  • Sie erfahren in Euro und Cent, ob sich Wohneigentum für Sie persönlich wirklich lohnt.

Wohneigentum - PRO und Kontra

Kontra Wohneigentum: Es gibt auch Gründe die gegen den Erwerb von Wohneigentum sprechen

Oft schrecken Interessenten vor dem Kauf einer eigenen Immobilie zurück, da sich die Käufer für einen längeren Zeitraum verschulden und auf einen Ort festlegen müssen. Häufig werden folgende Nachteile der selbstgenutzten Immobilie genannt:

  • Wohneigentum macht unflexibel
  • Frühzeitiger Verkauf (zum Beispiel bei Scheidung etc.) führt meist zu Verlusten
  • Höhere Verwaltungsaufwand, Mehrarbeit und laufender Zeitaufwand
  • Finanzierungsrisiken und die Angst Kredite nicht bezahlen zu können
  • Am Anfang haben Wohneigentümer meist eine höhere Belastung als Mieter
  • Nur Qualitätsimmobilien sind gute Kapitalanlagen

Wird bei der Entscheidung zwischen Kauf und Mieten einer Immobilie nur die wirtschaftliche Seite betrachtet, ist der Käufer fast immer im Vorteil. Im nächsten Absatz erfahren Sie, dass neben wirtschaftlichen Überlegungen noch weitere gute Gründe für die eigene Immobilie sprechen.

Pro Wohneigentum

Obwohl der Wunsch nach der eigenen Traumimmobilie groß ist, besitzt nur jeder zweite Bundesbürger Wohneigentum. Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) ist der Wohneigentumswunsch bei jüngeren Menschen ganz besonders deutlich ausgeprägt. Bis zum 30. Lebensjahr liegt er bei 80 Prozent oder noch höher. Bei den 30- bis 44-Jährigen liegt die Quote der Mieter mit bewusster Neigung zu eigenen vier Wänden immerhin noch bei 68 Prozent. Selbst bei den 45- bis 59-Jährigen wünscht sich weit mehr als die Hälfte der Noch-Mieter Wohneigentum [1].

Quelle: Emnid-Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) / LBS Research / TNS Emnid

Das spricht für die eigene Immobilie:

  • Zusätzliche private Altersvorsorge
  • Vermögensaufbau
  • Unabhängigkeit und Sicherheit
  • Langfristig günstiger als Miete
  • Höhere Lebensqualität
  • Aktuell günstige Rahmenbedingungen
  • Inflationsschutz
  • Steuervorteil

Zusätzliche private Altersvorsorge
Im Alter mietfrei wohnen ist eine gute und lohnende Altersvorsorge. Wenn Sie als Rentner keine Mietzahlungen leisten müssen, haben Sie mehr Geld für die Lebenshaltungskosten und Hobbys zur Verfügung. Die private Vorsorge ist ein Muss, denn die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden immer weiter reduziert. Als Eigentümer einer schuldenfreien Immobilie können Sie dieser Entwicklung gelassener gegenübertreten.

Unabhängigkeit und Sicherheit
Als Wohneigentümer sind Sie sicher vor Kündigungen und Mieterhöhungen und können langfristiger planen. Mieten werden immer wieder an die Preisentwicklung bzw. Inflation angepasst. Bei einer Miete von 800 Euro und einer Inflationsrate von 2 Prozent, steigt die Miete im Laufe von 15 Jahren auf über 1.055 Euro. Bei einer Inflationsrate von 3 Prozent, müssen Sie nach 15 Jahren bereits 1.210 Euro bezahlen.

Miete Entwicklung Tabelle

Tabelle: Mietsteigerung / Inflation von 2 % p.a. Lesebeispiel: Eine monatliche Miete von 800  Euro steigt bei einer jährlichen Mieterhöhung von 2 % im Laufe von 10 Jahren auf 956,07 Euro. Für den gesamten Zeitraum wurden 105.117,32 Euro an Miete bezahlt.

Wohneigentum ist langfristig günstiger als Miete
Die obige Tabelle zeigt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine Immobilie bezahlt, aber nicht jeder seine eigene. Wenn Sie sich für Wohneigentum entscheiden, zahlen Sie die Miete in die eigene Tasche und in der Regel ist langfristig Wohneigentum günstiger als die Miete. Die Stiftung Warentest (Finanztest / Ausgabe September 2009) hat eine Modellrechnung (Eigentumswohnung mit 100 qm, Kaufpreis 180.000 Euro) zwischen Käufern von Wohneigentum und Mietern erstellt.

Das Ergebnis:
Der Käufer hat gegenüber dem Mieter bereits im 10. Jahr einen Vermögensvorteil von über 13.000 Euro. In 30 Jahren ergibt sich ein Gesamtvorteil für den Käufer von über 144.000 Euro. Das Ergebnis dieser Modellberechnung hängt natürlich von verschiedenen Annahmen ab, aber grundsätzlich lohnt sich der Kauf einer Immobilie fast immer.

Höhere Lebensqualität
Als Immobilienbesitzer sind Sie "Herr im eigenen Haus" und können mit einer wesentlich höheren Lebensqualität wohnen.

Günstige Rahmenbedingungen
Die Zinsen sind niedrig und der Staat fördert den Kauf eines Eigenheims mit zahlreichen Förderprogrammen (KfW-Darlehen, Wohn-Riester etc.).

Inflationsschutz
Die Staatsverschuldung hat eine beängstigende Größe erreicht:

Staatsverschuldung in Deutschland

Stand: 04.04.2012 / 15:12 Uhr
Quelle: Homepage vom Bund der Steuerzahler http://www.steuerzahler.de

Bei einem Schuldenzuwachs von 1.335 Euro pro Sekunde und einer pro Kopf Verschuldung von 24.841 Euro besteht in der Bevölkerung eine berechtigte Angst vor einer aufkommenden Geldentwertung. Immobilien und Sachwerte können vor Geldentwertung schützen. Während bei einer Inflation der Wert von Geldanlagen sinkt, konnten Immobilien in der Vergangenheit die Inflation durch Wertsteigerungen ausgleichen - vorausgesetzt die Lage, Qualität und Kaufpreis stimmen. Haben Sie Ihre Immobilie finanziert, dann profitieren Sie als Darlehensnehmer zusätzlich, da bei einer Inflation der Wert ihres Kredits sinkt.

Wie hoch ist die Staatsverschuldung aktuell? Sehen Sie selbst und klicken Sie auf folgenden Link: Bund der Steuerzahler

Steuervorteil
Als Immobilienbesitzer bezahlen Sie keine Miete und die gesparte Miete ist steuerfrei. Investieren Sie Ihr Kapital in Geldanlagen, dann müssen Sie für Ihre Mieteinnahmen und Dividenden Steuern zahlen, sobald diese den Freitbetrag überschreiten.

Zusammenfassung:

  • Jeder finanziert im Laufe eines Lebens eine Immobilie, aber nur der Käufer seine eigene!
  • Beim Wohneigentum fließt die Miete in die eigene Tasche.
  • Die Immobilie kann einen beachtlichen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten.
  • Mit einer eigenen Immobilie wohnen Sie im Alter mietfrei und schaffen sich eine nützliche Altersvorsorge für einen sorgenfreien Ruhestand.
  • In der Regel ist die Immobilie langfristig günstiger als die Miete.
  • Als Immobilienbesitzer sind Sie unabhängig von Mieterhöhungen und sicher vor Kündigungen.
  • Die Traumimmobilie bietet Lebensqualität, Sicherheit und Unabhängigkeit.
  • Die Rahmenbedingungen für den Immobilienerwerb sind günstig.
  • Der Staat fördert Wohneigentum mit zahlreichen Maßnahmen.
  • Die Immobilie bietet Schutz vor Inflation und Geldentwertung.
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