Beleihungswert - Was ist das eigentlich?

Die Banken vergeben Baufinanzierungskredite grundsätzlich nur bis zu einem so genannten Beleihungswert. Diese Grenze errechnet sich aus dem Kaufpreis (Verkehrswert plus evtl. werterhöhende Maßnahmen wie Modernisierungen, Umbauten und Sanierungen) minus eines Sicherheitsabschlages.

Kaufpreis der Immobilie
+ Werterhöhende Maßnahmen
= Wertansatz
- Sicherheitsabschlag
= Beleihungswert

Der Abschlag ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Häufig werden 10 % angesetzt. Die so ermittelte Summe ist der Beleihungswert. Der Beleihungswert wird von der Bank vorsichtig kalkuliert. Denn dieser Wert soll bei einem späteren Verkauf der Immobilie unter normalen Umständen jederzeit erzielt werden können.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch der Begriff Beleihungsauslauf. Der Beleihungsauslauf wird in % zum Beleihungswert ausgedrückt. Übersteig Ihr Kreditwunsch nicht 80 % des ermittelten Beleihungswertes, können Sie mit sehr guten Zinsen rechnen. Befinden Sie sich mit Ihrem Kreditbedarf bei ca. 60 % des Beleihungswertes, haben Sie gute Chancen auf Topzinsen. Liegen Sie über dem Beleihungswert müssen Sie mich Zinsaufschlägen rechnen.

Tipp: Da die Bank den Beleihungswert nach eigenen Regeln definiert, können Sie diesen Wert beeinflussen. Wenn Sie die Vorzüge Ihrer Immobilien durch Fakten belegen, kann der Wertansatz eventuell höher ausfallen.

Video: Beleihungswert - Was ist das eigentlich?

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Der Artikel "Beleihungswert - Was ist das eigentlich?" wurde am 25.09.2015 von verfasst.