Was ist der Sollzins? (Erklärung & Rechenbeispiel)

Fragen nach den Zinsbegriffen werden immer wieder gestellt. Gerade die Bezeichnung Sollzins wird dabei häufig nachgefragt.

Der Sollzins ist der Zins, der auf das in Anspruch genommen Darlehen berechnet wird.

Ein einfaches Beispiel:
Darlehen über 100.000 Euro
4 % Sollzins pro Jahr

Bei dem obigen Beispiel werden pro Jahr 4.000 Euro Zins (4 % aus 100.000 Euro) in Rechnung gestellt. Erfolgt nach einem Jahr eine Darlehensrückzahlung (Tilgung) um 5.000 Euro, dann werden im nächsten Jahr nur noch 4 % Sollzinsen auf das in Anspruch genommene Darlehen von 95.000 Euro berechnet. Somit sind im nächsten Jahr 3.800 Euro (4 % aus 95.000 Euro) an Zinsen fällig.

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Viele Verbraucher haben noch den Begriff Nominalzins im Kopf. Seit der neuen Verbraucherkreditrichtlinie (11.06.2010) wurde die Bezeichnung Nominalzins durch den Begriff Sollzins ersetzt. Noch ein wichtiger Zinsbegriff: Effektivzins. Beim Effektivzins werden gegenüber dem Sollzins auch die Kosten für den Kredit, die Zahlungsperiode der Raten, Gebühren etc. berücksichtig. Deshalb ist der Effektivzins in der Regel auch höher als der Sollzins. Hier erfahren Sie, wie sich der Nominalzins, Sollzins und Effektivzins unterscheidet.

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Der Artikel "Was ist der Sollzins? (Erklärung & Rechenbeispiel)" wurde am 01.10.2015 verfasst.

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