Wie unterscheiden sich Nominalzins, Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins ist seit der neuen Verbraucherkreditrichtlinie (11.06.2010) die neue Bezeichnung für den Nominalzins. Er gibt die Höhe der Darlehensverzinsung an. Ein Sollzins von 3 % bei einem Darlehen von 100.000 Euro bedeutet, dass Sie bei dieser Baufinanzierung eine Zinszahlung von 3.000 Euro im Jahr aufwenden müssen. In der Regel ist der Effektivzins bei Baudarlehen höher als der Sollzins, da hier noch weitere Faktoren wie Kosten, Zahlungsweise der Raten etc. zu berücksichtigt sind.

Einfaches Beispiel: Ich leihe Ihnen 1.000 Euro und Sie zahlen mir am Jahresende 30 Euro an Zinsen. Der Sollzins und der Effektivzins betragen genau 3 %. Wenn wir aber vereinbaren, dass Sie mir nach einem ½ Jahre bereits 15 Euro Zinsen bezahlen und die restlichen 15 Euro am Jahresende, dann ist der Sollzins immer noch bei 3 % (30 Euro von 1.000 Euro), aber der Effektivzins steigt auf 3,02 %.

Warum ist das so? Gegenüber dem ersten Beispiel müssen Sie bereits nach einem halben Jahr 15 Euro an Zinsen bezahlen und sind dadurch schlechter gestellt. Diese Zahlungsvereinbarung ist für Sie ein Nachteil und dieser Nachteil wir bei der Berechnung des Effektivzinses berücksichtig.

Video: Nominalzins, Sollzins und Effektivzins - Was ist das eigentlich?

Mehr zum Thema Baufinanzierung:

Der Artikel "Wie unterscheiden sich Nominalzins, Sollzins und Effektivzins?" wurde am 28.10.2015 von verfasst.