Anschlussfinanzierung einfach erklärt

Beim Kauf einer Immobilie benötigen fast alle Käufer eine Finanzierung. In der Regel wird im Kreditvertrag vereinbart, dass der Zins für eine bestimmte Zeit festgeschrieben wird. Meist für 10, 15, 20, 25 oder 30 Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit (= Zinsfestschreibung) endet der Darlehensvertrag und falls der Kredit noch nicht vollständig zurück bezahlt wurde, bietet die Bank dem Kreditnehmer eine Anschlussfinanzierung für die Restschuld an. Eine Anschlussfinanzierung ist somit eine Finanzierung, die an die vorangegangene Zinsfestschreibung anschließt.

Das Problem: Eine Anschlussfinanzierung bei der gleichen Bank ist häufig ein schlechtes Geschäft. Denn es ist gängige Praxis, dass der angebotene Zinssatz bei einer Anschlussfinanzierung überteuert ist. Häufig liegt der Zinssatz um 0,50 – 0,60 % über den Marktkonditionen. Die Bank rechnet damit, dass der Kreditnehmer aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit das Angebot annehmen wird. Viele Kreditnehmer wissen nicht, dass Sie ohne Probleme den Kredit auch über einem neuen Kreditgeber regeln können und sich die Kreditsicherheit; d.h. die Grundschuld, ohne Probleme und ohne hohe Kosten bzw. Aufwand von der bisherigen zur neuen Bank übertragen lässt. Erfolgt ein Wechsel zu einer anderen Bank, spricht man von einer Umfinanzierung.

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Meine Kunden sind häufig überrascht, wie viel Geld sich bei der Anschlussfinanzierung durch geschicktes verhandeln oder durch einen Bankwechsel sparen lässt. Zudem kann eine richtig gestaltete Anschlussfinanzierung enormes Sparpotenzial hebeln.

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Der Artikel "Anschlussfinanzierung einfach erklärt" wurde am 08.04.2021 von verfasst.